MarketEis Valley Railway
Company Profile

Eis Valley Railway

The Eis Valley Railway is a branch line in the German state of Rhineland-Palatinate, that runs through the Palatine Forest. It runs from Grünstadt in a southwesterly direction through the valley of the Eisbach to Enkenbach. The section from Grünstadt to Eisenberg was opened as early as 1876 by the Palatine Northern Railway Company. The iron ore industry in and around Eisenberg gave the line considerable importance for the transport of goods, whilst passenger services played a rather secondary role. The remaining stretch of line to Enkenbach was not completed until 1932 under the direction of the Deutsche Reichsbahn. After passenger services had been withdrawn in 1976, strategic considerations during the Cold War prevented its complete closure. Goods traffic between Eisenberg and Enkenbach ended in 1988. In the period from 1994 to 2001 the line between Grünstadt and the Eiswoog reservoir was re-opened; the remaining section, however, stayed closed. Goods traffic ceased entirely in 2001.

Geschichte
Vorgeschichte (1838–1869) Schon 1838, also drei Jahre nachdem die erste deutsche Eisenbahnstrecke von Nürnberg nach Fürth eröffnet wurde, beteiligte sich das Landkommissariat Kirchheim am Aktienkauf für die geplante erste pfälzische Bahnstrecke von der Rheinschanze nach Bexbach. Vor allem die in Eisenberg ansässigen Industriebetriebe versprachen sich wirtschaftliche Vorteile von diesem Verkehrsmittel, obwohl der nächstgelegene Bahnhof der ein Jahrzehnt später eröffneten Strecke sich im mehr als 30 Kilometer entfernten Neustadt befand. Nachdem in der Pfalz, die zum Königreich Bayern gehörte, in den folgenden drei Jahrzehnten weitere Bahnstrecken wie die Pfälzische Maximiliansbahn NeustadtWissembourg und andere eröffnet worden waren, fühlten sich die Gemeinden entlang des Eisbachtals verkehrsmäßig ins Abseits gedrängt. Am 7. August 1864 gründete sich das „Eistal-Komitee“, das unter der Leitung des pfälzischen Industriellen Carl von Gienanth stand. Es bemühte sich um eine Konzession für eine Bahnlinie, die in Grünstadt von der zwischen 1865 und 1873 eröffneten Strecke Neustadt–Monsheim abzweigen, entlang des Eisbachs Eisenberg und von dort aus entweder nach Dreisen oder über Alsenborn nach Enkenbach führen sollte. Ein entsprechendes Gesuch ging am 14. November 1865 an das bayerische Handelsministerium. Die Ablehnung folgte bereits zwei Wochen später. Planung, Bau und Eröffnung des Abschnitts Grünstadt–Eisenberg (1869–1876) Erst Ende der 1860er Jahre wurden die Pläne konkretisiert. Da sich der Bahnbau zwischen Grünstadt und Eisenberg deutlich einfacher bewerkstelligen ließ als auf dem restlichen Streckenabschnitt, fiel 1869 der Beschluss, die Bahnlinie vorerst in Eisenberg enden zu lassen. Während des Streckenbaus mussten Erdbewegungen von insgesamt 153.800 Kubikmetern bewältigt werden. Außerdem wurden 56 Brücken beziehungsweise Durchlässe, eine Überführung und fünf Unterführungen erforderlich. Aufgrund der topografischen Verhältnisse musste die Bahnlinie hoch entlang des Gehänges errichtet werden, wodurch sich die Kosten für die Überquerung von Seitentälern erhöhten. Die insgesamt 9,7 Kilometer lange Bahnstrecke Grünstadt–Eisenberg wurde am 24. Juni 1876 eröffnet. Betreiber war die Gesellschaft der Pfälzischen Nordbahnen, die für sämtliche pfälzische Strecken nördlich der Ludwigsbahn zuständig war. 1887 erschien eine weitere Denkschrift, in der die Bedeutung einer Magistrale Worms–Kaiserslautern–Metz betont und die Fortsetzung der Strecke nach Westen als sinnvoll erachtet wurde. Die bayerische Regierung lehnte solche Pläne jedoch ab, da sie durch eine Vielzahl parallel zueinander laufender Strecken mit Konkurrenz zwischen diesen und somit mit Einnahmeverlusten rechnete. Die Ludwigshafener Eisenbahndirektion wurde zum 1. April 1937 aufgelöst; fortan war die Reichsbahndirektion Mainz für die gesamte Strecke zuständig. Ende der 1930er Jahre nahm im Zuge der Errichtung des Westwalls der Verkehr auf der bahnstrecke deutlich zu. Im Zweiten Weltkrieg erlangte sie zudem strategische Bedeutung. 1944 wurde der Eistalviadukt im Zuge der Kampfhandlungen durch Bombenabwürfe in Mitleidenschaft gezogen, wodurch der Durchgangsverkehr zum Erliegen kam. Im selben Jahr wurde zwischen Asselheim und Albsheim an der Pfälzischen Nordbahn aus strategischen Gründen eine Verbindungskurve errichtet. Anders als ein halbes Jahrhundert zuvor geplant blieb eine direkte Verbindung an die Bahnstrecke Worms–Grünstadt jedoch aus. Diese wurde nie befahren und nach dem Ende des Kriegs wieder abgebaut. thumb|Bahnhof Enkenbach; eine Reaktivierung des Abschnitts zwischen Eiswoog und Enkenbach scheiterte Ein Jahr später, am 28. Mai 1995, folgte der Streckenabschnitt von Eisenberg nach Ramsen. Am 12. August 2001 wurde der Abschnitt bis zum neuen Haltepunkt Eiswoog, der sich östlich des Eisbachtal-Viadukts befindet, verlängert. Der gleichnamige Woog hatte zwar bis zur Einstellung des Personenverkehrs 1976 bereits einen Haltepunkt, jedoch befand sich dieser westlich des Viadukts. Die Durchbindung der Züge bis nach Eiswoog findet jedoch nur an Sonn- und Feiertagen statt, nahezu ausschließlich für den Ausflugsverkehr. Im selben Jahr wurde der Güterverkehr, dessen Bedeutung immer weiter zurückgegangen war, eingestellt. 2002 wurde im Bahnhof von Eisenberg wieder eine Kreuzungsmöglichkeit für Personenzüge geschaffen, um einen verdichteten Fahrplan einführen zu können. Über eine Reaktivierung des Abschnitts Eiswoog–Enkenbach wurde ein Wirtschaftlichkeitsgutachten erstellt. Die Reaktivierung des restlichen Streckenabschnitts scheiterte vor allem an den zu erwartenden hohen Kosten für die Sanierung des Eisbachtal-Viadukts, des Dreibrunnertal-Viadukts und des Stempelkopf-Tunnels. Somit entfielen Pläne, anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Züge über die Eistalbahn zum Austragungsort Kaiserslautern einzusetzen. Zudem will die Gemeinde Enkenbach-Alsenborn einen Teil der Bahntrasse verkaufen. Ebenso würde eine Beibehaltung der Strecke den Bau einer geplanten Umgehungsstraße erschweren. Ferner soll die Überführung über die Alsenztalbahn abgerissen werden. Die Trasse soll entweder in einen Radwanderweg umgewandelt werden oder einem Draisinenverkehr nach dem Vorbild der Glantalbahn und der Bahnstrecke Germersheim–Landau dienen. == Verlauf ==
Verlauf
Die Eistalbahn verläuft im nördlichen Teil des Pfälzerwaldes. Nachdem sie den Bahnhof von Grünstadt verlassen hat, umfährt sie die Stadt in einer großen Schleife, um unmittelbar nach der Trennung von der Pfälzischen Nordbahn den Haltepunkt Grünstadt Nord zu erreichen. thumb|Stempelkopftunnel zwischen Eiswoog und Alsenborn Von Asselheim bis Eiswoog folgt sie im Eistal dem namensgebenden Gewässer, dem Eisbach, der im Volksmund oft die Eis genannt wird. Ab Ramsen tritt sie in den Stumpfwald ein. Am stillgelegten Streckenabschnitt Eiswoog–Enkenbach waren die topografischen Verhältnisse des Stumpfwalds, der dort zunehmend hügeliger wird, deutlich schwieriger, so dass dort mit dem Stempelkopftunnel und dem Eistalviadukt zwei markante Kunstbauten entstanden. Letzterer ist die längste Eisenbahnbrücke in der Pfalz. Nachdem die Bahnlinie Alsenborn passiert hat, folgt eine weite S-Kurve, bei der sie die Alsenztalbahn Kaiserslautern–Bingen überbrückt, um in diese in Enkenbach niveaufrei einzufädeln. Der Abschnitt von Grünstadt bis Ebertsheim befindet sich im Landkreis Bad Dürkheim, von Eisenberg (Pfalz) bis zum Haltepunkt Eiswoog verläuft die Strecke innerhalb des Donnersbergkreises; der westliche Streckenteil passiert den Landkreis Kaiserslautern. Mit Grünstadt, Mertesheim, Ebertsheim, Eisenberg, Ramsen und Enkenbach-Alsenborn werden insgesamt sechs Gemeinden durchfahren. == Betrieb ==
Betrieb
Fahrplan thumb|Stumpfwaldbahn</a> am Eiswoog Die Strecke ist im Kursbuch unter der Nummer 666 (Ramsen–Frankenthal) verzeichnet. Alle Züge beginnen beziehungsweise enden in Frankenthal. Von Grünstadt bis Freinsheim folgen die Fahrten der Pfälzischen Nordbahn und befahren anschließend die Bahnstrecke Freinsheim–Frankenthal. Auf der gesamten Strecke gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN). Der Streckenabschnitt Ramsen–Eiswoog wird nur an Sonn- und Feiertagen befahren. Von Montag bis Samstag läuft der Betrieb von 6 bis 21 Uhr ab, sonn- und feiertags beginnt er erst um 7 Uhr. Gefahren wird meistens im Stundentakt, jedoch wird dieser nicht konsequent eingehalten. Am Eiswoog besteht Anschluss an die Stumpfwaldbahn, eine 600-mm-Museumsstrecke für Feldbahnen, die seit 1996 betrieben wird. Güterverkehr Der Güterverkehr besaß aufgrund des Waldreichtums im oberen Eistals sowie der in Eisenberg ansässigen Industriebetriebe lange Zeit eine große Bedeutung. Vor allem der Bahnhof Eisenberg hatte ein hohes Verkehrsaufkommen, was sich dementsprechend in den Gleisanlagen widerspiegelte. == Betriebsstellen ==
Betriebsstellen
Grünstadt Der Bahnhof befindet sich im Zentrum von Grünstadt. Er verfügt über Fahrrad-Stellplätze, Parkplätze, Busansschluss und einen barrierefreien Zugang. Sein früheres Empfangegebäude steht zudem unter Denkmalschutz. Er besaß einst eine große Bedeutung. Er verfügte über eine Außenstelle des Bahnbetriebswerk Neustadt. Diese hatte eigene Rangierlokomotiven der Baureihen 56.20 und 91.3. Grünstadt Nord Der Haltepunkt befindet sich am nordöstlichen Rand von Grünstadt unweit des Abzweiges der eistalbahn von der Nordbahn. Er wurde erst im Zuge der Reaktivierung der Strecke für den Personenverkehr in den 1990er Jahren errichtet. Asselheim Der Haltepunkt und frühere Bahnhof befindet sich am südlichen ortsrand von Asselheim. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 3 geführt, was bedeutete, dass er „Personen-, Gepäck- und beschränkten Güter-Verkehr“ aufwies. Das Empfangsgebäude spielt für den Bahnverkehr keine Rolle mehr und dient heute als Privathaus. Bahnhöfe in Ebertsheim Der heutige Haltepunkt und heutige Bahnhof befindet sich am südlichen Ortsrand von Ebertsheim. Sein früheres Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. Die Intriebnahme der Stichstrecke hatte zunächst zur Folge, dass lediglich der Abzweigbahnhof im Personenverkehr bedient wurde, während der bisherige Bahnhof ausschließlich für den Güterverkehr zuständig war. Später wurde letzterer für den Personenverkehr reaktiviert. Züge nach Eisenberg hielten ausschließlich an ihm, während diejenigen nach Hettenleidelheim am Abzweigbahnhof hielten. Die namentliche Unterscheidung wurde einige Zeit später in Ebertsheim West und Ebertsheim Ost abgeändert. Nachdem die Eistalbahn bis nach Enkenbach durchgebunden war, wurde nur noch der Abzweigbhanhof bedient. Bis zu dessen Einstellung im Jahr 2001 besaß er außerdem ein großes Aufkommen im Güterverkehr. Ramsen Der Haltepunkt und frühere Bahnhof befindet sich am südlichen Ortsrand von Ramsen (Pfalz). Im Güterverkehr verdankte er seine Bedeutung in erster Linie dem Holztansport; entsoprechend waren die Anlagen konzipiert. Das frühere Empfangsgebäude und der Güterschuppen existieren bis heute, wenngleich sie für den Bahnbetrieb keine Bedeutung mehr aufweisen. Der Fahrkartenverkauf im Bahnhof wurde bereits um 1960 aufgegeben. Der 2001 eröffnete Halt liegt hingegen östlich der Brücke. Lediglich an Sonn- und Feiertagenb werden die Züge bis zu ihm durchgebunden, da er ausschließlich dem Ausflugsverkehr dient. Stempelbrunn Ob dieser zwischen Eiswoog und Alsenborn gelegene Betriebsbahnhof je existierte, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Womöglicherweise diente er ausschließlich für Zugkreuzungen, da er der einzige dieser Art zwischen Ramsen und Enkenbach war. Seine Errichtung dürfte weil mit dem Bau des Westwalls und dem dadurch gestiegenen Güterverkehr auf der Eistalbahn zusammenhängen. Alsenborn Der Bahnhof befand isch am nördlichen Ortsrand von Alsenborn. Im Güterverkehr verdankte er seine Bedetutung in erster Linie dem Holztansport; entsprechend waren die Anlagen konzipiert. Die örtliche Bahnagentur wurde bereits um 1960 aufgegeben. Enkenbach Der Bahnhof befindet sich am östlichen Ortsrand von Enkenbach. Er wurde 1870 mit Eröffnung der Alsenztalbahn-Teilstrecke Hochspeyer–Winnweiler in Betrieb genommen. Durch die Eröffnung der Bahnstrecke Kaiserslautern–Enkenbach wurde er zum Eisenbahnknotenpunkt. Ab 1932 war er auch Westlicher Endpunkt der Eistalbahn. --> == Literature ==
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