Large
rockfalls occurred time and again on the Hochkalter massif. In prehistoric times – around 3,500 years ago – more than 15 million m³ of rock slid from the upper Blaueis Combe into the valley. These rockslides impounded the lake of
Hintersee. Even today the large
glacial erratics in the
Zauber Forest bear witness to this monumental event. But even in recent times there have frequently been large
rock-falls: • On 24 August 1908 the summit of the Hochkalter came crashing down and changed the appearance and height of the peak markedly. The volume of rock broken off is estimated at 240,000 m³. The rock fall was felt in the Ramsau valley as an earthquake. • On 25 July 1954 the second Blaueis pinnacle on the northern arete of the Blaueisspitze collapsed. • Nine years later to the day, on 25 July 1963, the collapse of a column on the Schärtenspitze resulted in the route up the north face becoming much more difficult. • In February 1959 several hundred thousand cubic metres of rock slid from the area of the Palfelhörner onto the snow below in the upper reaches of the Wimbach valley. The brittleness of the rock in the Wimbach valley is very obvious. The floor of the valley is covered by streams of debris of great depth. This magnificent landscape may be experienced by anyone who walks from Ramsau (Wimbach Bridge car park) along the valley, initially through the
Wimbach Gorge and then onto the open valley floor (about one hour to the Wimbachschloss Inn, a further hour to the Wimbachgries Hut, 1,327 m). Der Hochkalter-Normalweg, ein teils ausgesetzter und langer Gratanstieg, wurde 1833 von
Karl Thurwieser und dem Führer Wein erstmals durchstiegen. Er weist mehrere Stellen im zweiten Schwierigkeitsgrad der UIAA-Skala auf. Der Anstieg führt aus dem Blaueiskar über eine Steilrinne zur Grateinschartung des "Schönen Flecks", ab der man dem Grat in südlicher Richtung über
Rotpalfen und Kleinkalter bis zum Hauptgipfel folgt (ca. 3½ Stunden ab Blaueis Hut). •
Durch das OfentalDer Anstieg durch das Ofental ist etwas leichter (Schwierigkeitsgrad I) als die Route über den
Schönen Fleck. Allerdings ist die Orientierung schwieriger und es befindet sich keine Hütte am Weg. Im oberen Ofental erschweren ausgedehnte Schuttfelder den Anstieg. Daher wird die Route durch das Tal weitaus öfter im Ab- als im Anstieg begangen. Im Frühjahr ist das Ofental eine beliebte Skitour. (ca. 1985) •
Über das Blaueis und den OstgratDieser zuerst vom Ramsauer Bergführer
Johann Grill (genannt Kederbacher) 1874 mit E. Richter ausgeführte Anstieg ist deutlich anspruchsvoller als die Führe über den
Schönen Fleck bzw. die Ofentalroute. Er führt von der Blaueishütte über den Gletscher in die ca. 2.400 m hoch gelegene Blaueisscharte und von dort über den Ostgrat zum Gipfel. Die Steilheit des Anstiegs beträgt auf dem Gletscher bis zu 50°. Günstigste Jahreszeit für die Begehung ist in der Regel der Frühsommer, da später im Jahr die zunehmende
Ausaperung zunehmend Blankeis zu Tage treten lässt und die Schwierigkeiten beim Überschreiten der
Randkluft unterhalb der Blaueisscharte deutlich zunehmen. Die Scharte trennt den Hochkaltergipfel von der 2.480 m hohen Blaueisspitze. Diese wurde anlässlich einer Neutour auf den Hochkalter am 14. Juni 1885 erstmals durch den Salzburger Turnlehrer
Ludwig Purtscheller betreten und ist von der Scharte aus
unschwierig "mitzunehmen". Oberhalb der Blaueisscharte sind in den Felsen des Hochkalter-Ostgrates längere Passagen im zweiten Schwierigkeitsgrad zu bewältigen. •
BlaueisumrahmungVon versierten Alpinisten wird gerne auch die so genannte "Blaueisumrahmung" geklettert, die von der Eisbodenscharte über Blaueistürme, Blaueisspitze, Hoch- und Kleinkalter sowie den Rotpalfen zurück zur Blaueishütte führt. Bis zur Blaueisspitze handelt es sich dabei um eine Kletterei im vierten Schwierigkeitsgrad der
UIAA-Skala. Die Route berührt, sieht man von Schärtenspitze und Steinberg ab, alle Gipfel, die hufeisenförmig den
Blaueisgletscher umstehen.
Schärtenspitze, 2.153 m Der Gipfel der Schärtenspitze ist von der Blaueishütte in rund 1¼ Stunden auf markiertem Steig zu erreichen. Das Gipfelpanorama wird vom Blaueisgletscher und seiner Umrahmung, der Watzmann-Westflanke und der
Reiteralm geprägt. Wer nicht zur Blaueishütte zurück möchte, dem bietet die Abstiegsmöglichkeit über die Eisbodenscharte zur einsamen Hochalm (Schwierigkeitsgrad I) und weiter ins Wimbachtal eine lohnende Alternative. Sowohl im Aufstieg von der Hütte als auch im Abstieg von der Eisbodenscharte zur Hochalm sind einige Drahtseilversicherungen angebracht. Darüber hinaus ist die Schärtenspitze auch bei Kletterern schärferer Richtung ein beliebtes Ziel, wozu auch die kurzen Zustiege von der Blaueishütte beigetragen haben dürften. Durch die Nord- und Nordostwand führen gleich mehrere Routen in den höheren Schwierigkeitsgraden.
Ofentalhörnl, 2.513 m Das Ofentalhörnl hat zwei Gipfel. Der Hauptgipfel ist nur in leichter Kletterei zu erreichen und wird selten erstiegen. Der Normalweg führt aus dem Ofental durch die von plattigen Bändern durchzogene Nordflanke und weist Passagen im zweiten Schwierigkeitsgrad auf. Dagegen kann der einige Meter niedrigere Südwestgipfel leicht aus dem Steintal über die Steintalscharte erreicht werden. Im Frühjahr ist diese Route eine beliebte Skitour.
Hocheisspitze, 2.523 m Der höchste Gipfel der Hocheisgruppe ist einfach, aber unmarkiert und sehr mühsam durch das Hocheiskar zu erreichen. Die erste touristische Ersteigung wurde von
Hermann von Barth 1868 durchgeführt. Der Gipfel ist der höchste Punkt der sogenannten Hocheisumrahmung, einer der längsten geschlossenen Gratklettereien der Berchtesgadener Alpen (dritter Schwierigkeitsgrad, 10 bis 14 Stunden). Im Frühjahr ist die Hocheisspitze ein sehr beliebtes Skitourenziel.
Kammerlinghorn, 2.483 m Dieser Gipfel ist der südlichste der Hocheisgruppe und trägt ein großes Gipfelkreuz. Vom Pass Hirschbichl führt ein markierter Steig unschwierig auf den Gipfel, entweder über die Nordseite von der Bindalm und die Mittereisalm, oder von Süden über die Kammerlingalmen. Der am Gipfel des Kammerlinghorns ansetzende Grat bildet mit Hochkammerlinghorn, Hocheisspitze, Hinterberghorn und Hocheishörnl die Umrahmung der Hocheiskares.
Palfelhörner, 2.222 und 2.073 m Diese Gipfel der Südlichen Wimbachkette, die auch
Palfenhörner genannt werden, bestehen aus brüchigem
Ramsaudolomit. Das
Große Palfelhorn (2.222 m) ist aus der Wimbachscharte oder aus dem Hochwiessattel über einen brüchigen Grat und auf weiten Strecken über einen Pfad zu erreichen. Das ins Wimbachgries vorgelagerte
Kleine Palfelhorn (2.073 m) ist dagegen dem Kletterer vorbehalten und wird wegen seiner extremen Brüchigkeit selten besucht. Der Weg der Erstbesteiger
Franz von Schilcher,
Johann Punz und J. Schöttl (1885) ist nach einem Bergsturz nicht mehr begehbar. Er galt seinerzeit neben der Ostwand des
Watzmann als schwierigste Bergfahrt der Berchtesgadener Alpen. Der derzeitige
Normalweg ist der Abstieg der Erstersteiger und erfordert Kletterei im zweiten Schwierigkeitsgrad.
Georg Weiß (1877–1937), der große Berchtesgadener Ski-Pionier, bestieg das Kleine Palfelhorn mehr als 80 Mal.
Seehorn, 2.321 m Das Seehorn ist ein beliebter Wanderberg, auch eine sehr bekannte Skitour führt auf seinen Gipfel. Sein Gipfel besteht aus Dachsteinkalk. Westlich des Seehorns befindet sich die
Kallbrunnalm, eine der größten Almen des Berchtesgadener Landes. Südlich liegt der
Diesbachstausee. --> == Overview of the Hochkalter summits ==