Apart from the Neogothic
palace, other buildings, viewing points, rest areas with symbolic character and garden architecture have been created over the years. • Steam-powered pump house • Little Palace (
Kleines Schloss) • Royal Stables (
Marstall) • Court Arbour (
Gerichtslaube) • Sailors' House (
Matrosenhaus) • Flatow Tower (
Flatowturm) nhauses die technische Errungenschaft des 19. Jahrhunderts Einzug im Park Babelsberg. Nach Plänen von
Ludwig Persius entstand es in den Jahren 1843–1845 zusammen mit der Anlage eines Bewässerungssystems unter der Leitung von
Moritz Gottgetreu. Die für Persius typische Bauweise der Verbindung Kleines Schloss einfacher kubischer Baukörper, wird ergänzt durch Zinnen, Türmchen und Erker. Diese Ausschmückung gibt dem Gebäude einen „normannischen“ Charakter und findet sich im Baustil der in diesen Jahren ebenfalls von Persius erweiterten
Meierei im Neuen Garten wieder. Im Untergeschoss befanden sich die Kessel- und Maschinenräume, eine Werkstatt und die Wohnung des Maschinenmeisters. Das Obergeschoss bezog Graf von Pückler, der Hofmarschall des Prinzen Wilhelm (I.). Die Widrigkeiten der Wasserversorgung, mit denen Lenné zu kämpfen hatte, waren nun beseitigt. Fürst Pückler-Muskaus Gartengestaltung profitierte von der neuen Technik. Im Mai 1845 konnte die erste Fontänenanlage eingeweiht werden. Durch den Anbau einer neuen Maschinenhalle 1865, stand eine Dampfkraft von 65
PS für die Bewässerung des Parks zur Verfügung. Zu einem besonderen Schauspiel wurde die 40 Meter hohe Fontäne, die wie ein
Geysir aus der Havel emporschoss. Nach dem Bau eines weiteren runden Wasserbeckens auf der Anhöhe, nun Achterbecken genannt, erhielt die Parkanlage eine ausreichende Wasserversorgung. Zu Zeiten der Teilung Deutschland stand das Dampfmaschinenhaus direkt im Grenzgebiet, war nicht zugänglich und verfiel zusehends.
Kleines Schloss Das so genannte Kleine Schloss, ein ehemals einfaches Gartenhaus nahe dem Havelufer, wurde erstmals 1833/34 nach Entwürfen von Ludwig Persius umgebaut. Eine zweite Umgestaltung erfolgte ebenfalls unter Leitung des Architekten Persius 1841/42 nach detaillierten Angaben der Prinzessin Augusta im Stil der englischen
Tudor-Gotik. Das weiße Gebäude diente dem ältesten Sohn des Prinzenpaares, Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser
Friedrich III., Marstall noch bis nach seiner Heirat mit
Victoria als Wohnsitz. Anschließend beherbergte es Hofdamen und Gäste. Nach dem Tod Wilhelms I., 1888, geriet das Haus über Jahrzehnte in Vergessenheit, bis es der in Potsdam geborene Komponist und Dirigent
Hans Chemin-Petit zwischen 1934 und 1945 als Mieter bewohnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Nutzungsänderung als Erholungsheim der
DEFA und wird seit 1950 – mit kurzer Unterbrechung nach dem Bau der Grenzanlagen 1961 – bis in die heutige Zeit gastronomisch genutzt.
Marstall Auf halber Höhe des Berges, oberhalb des Kleinen Schlosses, wurde in der Zeit von 1834-1839 von Eduard Gebhardt der Marstall erbaut. Das schlicht verzierte, um 1861 nochmals veränderte und vergrößerte Gebäude in Hufeisenform diente zur Unterbringung der Pferde und Kutschen. Das Obergeschoss enthielt Dienstwohnungen.
Gerichtslaube Weiter südlich, auf der Lennéhöhe, steht eine Gerichtslaube. Unter Verwendung von Originalteilen der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Gerichtslaube aus dem Zentrum
Berlins, wurde sie 1871 nach Entwürfen von
Heinrich Strack neu errichtet. Die mittelalterliche Verhandlungsstätte musste nach 1860 dem Neubau des Berliner
Roten Rathauses weichen. In dem kubischen Gebäude aus rotem Backstein wurde hinter den gotischen Fensteröffnungen im Obergeschoss ein Teezimmer eingerichtet. Der Mittelpfeiler der offenen Halle im Erdgeschoss stand als Symbol für die Linde oder Eiche, unter welcher die öffentlichen Gerichtsverhandlungen stattfanden. Auf dem Steinrelief rund um den Pfeiler symbolisieren Schweine Schlemmerei und Unzucht, der Adler die Raubgier, der Affe die Habsucht und die Sirenen stehen für Hass und Zorn. Der Vogelkörper mit Menschenkopf, an einem Fassadeneckpfeiler, ist eine mittelalterliche Spottfigur. Der
Kaak, ein Zeichen für Schimpf und Schande.
Matrosenhaus Nach Plänen des Architekten Johann Heinrich Strack entstand 1842 das zwischen
Havelufer und Flatowturm gelegene Matrosenhaus im Stil der deutschen
Gotik. Als Vorbild für die Giebel diente das aus dem Mittelalter stammende Rathaus in
Stendal.
Flatowturm An der Stelle einer holländischen Windmühle aus der Zeit
Friedrichs des Großen, die 1848 abbrannte, wurde in den Jahren 1853-1856 der weithin sichtbare Flatowturm errichtet. Nach Plänen des Architekten Strack, unter Leitung von Moritz Gottgetreu, entstand ein 46 Meter hoher bewohnbarer Turm nach dem Vorbild des
Eschenheimer Torturms, aus dem 15. Jahrhundert, in
Frankfurt am Main. Seinen Namen erhielt das Aussichtsgebäude nach der
Domäne Flatow in
Westpreußen, aus deren Einnahmen der Bau finanziert wurde. Dem neogotischen
Belvedere wurde seitlich ein Burghaus angegliedert. Eine heute nicht mehr vorhandene Zugbrücke überspannte den um den Turm laufenden, sternförmigen Wassergraben. Ebenfalls nicht mehr vorhandene Kanonen auf
Lafetten aus der Festung
Rastatt und Standbilder von
Landsknechten neben dem Eingang und einem Blumenrondell, gaben dem Turm einen wehrhaften Charakter. Durch Vandalismus und Plünderungen nach 1945 kamen Möbel und Einrichtungsgegenstände abhanden.
Weitere Gebäude Auf dem großen Gelände des Parks befinden sich verteilt verschiedene weitere Gebäude: ein Hofgärtnerhaus mit dazugehörenden Wirtschaftsgebäuden (1861/65), ein Kutscherhaus, das älteste dieser Gebäude, um 1850 bauliche Veränderungen, ein Küchengebäude (1859/60), das durch einen unterirdischen Gang mit dem Schloss verbunden war und am Parkrand im Süden und Osten Pförtnerhäuser (1866-1880). == Gartenarchitekturen ==